Schuldnertricks

Seit Jahren setzen wir Forderungen fĂŒr unsere Mandanten erfolgreich durch. Dies gelingt nicht immer sofort, denn viele Schuldner werden immer trickreicher, um in Anspruch genommene Leistungen nicht zu zahlen und sich dem Betreibungsprozess zu entziehen. HĂ€ufig erleben Mandanten eine Spirale der Verwirrungen und Gemeinheiten. Der Schuldner lĂ€sst es sich gut gehen und der GlĂ€ubiger lĂ€uft seinem Geld hinterher. Ein sĂ€umiger Schuldner will in der Regel Zeit gewinnen. Was der Schuldner jedoch leichtfertig vergisst, die laufenden Kosten werden immer höher und im Endeffekt muss dieser dafĂŒr geradestehen. Unser Team kennt sĂ€mtliche Schuldnertricks und bleibt hartnĂ€ckig. Wir haben wirkungsvolle Gegenmaßnahmen parat!

Fall 1: Der Schuldner ist unbekannt verzogen

Ein beliebter Trick des Schuldners ist es, sich nach dem Auszug aus der zuvor noch zustellfÀhigen Anschrift bei der zustÀndigen Meldebehörde nicht wieder anzumelden.

Wir haben zahlreiche Möglichkeiten die Anschrift dennoch ausfindig zu machen. Neben unseren Datenbanken, haben wir Zugriff auf Datenbanken verschiedener externer Anbieter (z. B. SCHUFA), mit denen wir zusammenarbeiten. Hier werden Meldungen von unter anderem Banken, Versicherungen und Telefonanbietern eingepflegt. Sobald irgendwem eine neue Anschrift bekannt ist, kennen wir Sie auch! Bei Firmenkunden genĂŒgt hĂ€ufig schon die Einsichtnahme in das Handelsregister oder bei der Handwerkskammer.

Fall 2: Der Schuldner nutzt fremde Konten, zum Beispiel der Ehefrau

Der GlĂ€ubiger hat einen vollstreckbaren Titel und möchte nun beim Schuldner pfĂ€nden. Nach Abgabe der Vermögensauskunft und Einholung von DrittauskĂŒnften stellt dieser jedoch fest, dass der Schuldner kein Konto besitzt. EinkĂŒnfte gehen auf das Konto der Ehefrau, welche zunĂ€chst nicht Schuldnerin ist.

Hier gibt es den sogenannten Herausgabeanspruch gegen einen Dritten. Sofern es dem GlÀubiger gelingt nachzuweisen, dass ein Drittkonto genutzt wird, hat der GlÀubiger gegen den Dritten einen Herausgabeanspruch, den der GlÀubiger pfÀnden kann.

Fall 3: Der Schuldner behauptet keinen Vertrag geschlossen zu haben

Juristische Laien verlangen, hĂ€ufig erst nach Zahlungsaufforderung des Inkassounternehmens, plötzlich nach einem unterzeichneten Vertrag, in der Meinung, bei Nichtvorlage eines solchen, nicht zahlen zu mĂŒssen.

GrundsĂ€tzlich jedoch gilt, ein Vertrag kommt durch mindestens zwei einander entsprechende WillenserklĂ€rungen zustande. Heißt, sofern der GlĂ€ubiger und Schuldner sich einig sind, ist der Vertrag rechtskrĂ€ftig. Der Vertrag kann hierbei mĂŒndlich, fernmĂŒndlich oder schriftlich vereinbart worden sein. Die Unterzeichnung eines SchriftstĂŒcks ist nicht notwendig! Es genĂŒgt, wenn Zeugen Ihren Anspruch belegen können, sie per E-Mail korrespondiert haben oder das Telefonat mit Zustimmung des Schuldners aufgezeichnet haben, sofern sich hieraus die einander entsprechenden WillenserklĂ€rungen ergeben.

Fall 4: Der Schuldner ist eine juristische Person mit beschrÀnkter Haftung und hat kurz vor Anmeldung der Insolvenz noch Leistungen Ihrerseits bezogen

Sie bekommen eine Bestellung, liefern und nach Aufforderung zur Begleichung der Rechnung teilt der Schuldner Ihnen mit, dass er nicht mehr zahlen könne, da das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Unter bestimmten Voraussetzungen haftet hier der GeschĂ€ftsfĂŒhrer persönlich. Ein Beispiel ist, wenn der GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei Überschuldung der Gesellschaft nicht rechtzeitig die Insolvenz anmeldet. Sodann macht sich dieser gegenĂŒber den GlĂ€ubigern schadensersatzpflichtig.