AGB der EURONORD Inkasso

Allgemeine Gesch├Ąftsbedingungen

Diese AGB gelten f├╝r unsere Dienste gegen├╝ber Unternehmen, Freiberuflern und Vermietern. Auftr├Ąge von Verbrauchern gem. ┬ž13 BGB werden nicht angenommen. Sofern der Mandant auf seine eigenen AGB verweist, wird diesen widersprochen. Individuelle Vertragsabreden haben Vorrang vor den AGB, bed├╝rfen allerdings der Schriftform. Diese AGB gelten auch f├╝r k├╝nftige Gesch├Ąftsbeziehungen, ohne dass wir nochmals auf sie hinweisen m├╝ssen. Im Nachfolgenden wird der Auftragnehmer EURONORD Inkasso GmbH & Co. KG┬á-AN- und der Auftraggeber -AG- genannt. F├╝r registrierte Mitglieder gelten ebenfalls diese AGB, bis auf die gesonderten Konditionen und Dienstleistungen gem├Ą├č Vertragsabschluss durch Registrierung.

┬ž 1 Vertragsgegenstand

AN ├╝bernimmt das au├čergerichtliche und gerichtliche Mahnverfahren f├╝r f├Ąllige, sowie bestrittene und nicht eingeklagte Forderungen in Vollmacht des AG nach erteiltem Auftrag und erbringt weitere gew├╝nschte im Zusammenhang stehende Rechtsdienstleistungen, insbesondere die Streitbeilegung.

┬ž 2 Zustandekommen des Vertrages / optionale Mitgliedschaft

1. Die angebotenen Dienstleistungen auf der Internetseite stellen noch keine Angebote zum Abschluss eines Vertrages dar. Ein Abschluss kommt erst zu Stande, sofern AN die Forderungs├╝bernahme best├Ątigt und den Beginn des Mahnlaufes mitteilt.

2.┬áMit Forderungs├╝bergabe an AN erteilt AG AN uneingeschr├Ąnkt Vollmacht zur Beitreibung/Realisierung der Forderungsangelegenheit.

3. Die AGB gelten sowohl bei einem Online-Inkassoauftrag, als auch bei anderer Forderungs├╝bergabe stets als gelesen, verstanden und akzeptiert.

4. Die Mitgliedschaft verl├Ąngert sich um die urspr├╝ngliche Vertragslaufzeit, wenn nicht bis 4 Wochen vor Ablauf der laufenden Mitgliedschaft schriftlich gek├╝ndigt wurde.

┬ž 3 Auftragsumfang

1. AN verpflichtet sich nach rechtlichen und wirtschaftlichen sinnvollen M├Âglichkeiten die Realisierung der Forderungen alsbald durchzuf├╝hren.

2. AG ist einverstanden damit, dass

a. ausschlie├člich AN ├╝ber die M├Âglichkeiten der Realisierung der Forderungen entscheidet;

b. AG stets mit AN kooperiert, sprich nach Aufforderung sofort ben├Âtigte Unterlagen zur┬áVerf├╝gung stellt;

c. AG AN sofort informiert, wenn die Forderung unmittelbar ihm gegenüber durch Zahlung gemindert oder ausgeglichen wird;

d. AN ohne vorige Zustimmung bei wirtschaftlich zweckm├Ą├čiger Situation┬áRatenzahlungsvereinbarungen treffen oder Vergleiche schlie├čen kann;

e. nach Auftragserteilung an AN AG keine eigenen Ma├čnahmen ergreifen bzw. ein anderes┬áInkassounternehmen oder Rechtsanwalt beauftragen darf, um die Forderung zu realisieren;

f. die Einstufung des Schuldners als zahlungsunf├Ąhig oder die Einstufung der Forderung als uneinbringlich im freien Ermessen von AN liegt. Infolge AN die Eintreibung beenden und abrechnen kann.

g. AN zur jederzeitigen K├╝ndigung des Inkassoauftrages berechtigt ist, insbesondere in F├Ąllen in denen AG die notwendigen Ausk├╝nfte nicht erteilt oder die Mitarbeit verweigert. Die Mitwirkung gilt als endg├╝ltig verweigert, sofern AG trotz zweifacher Aufforderung per E-Mail nicht reagiert. In diesem Falle tr├Ągt AG die Verg├╝tung von AN.

h. AG sich verpflichtet jeglichen Kontakt zum Schuldner, wegen der ├╝bergebenen Forderung zur Einziehung, zu unterlassen, ohne vorher das Einverst├Ąndnis von AN eingeholt zu haben. Anderenfalls tr├Ągt AG die Verg├╝tung von AN, insbesondere bei Abschluss von eigenm├Ąchtigen Vergleichen, sowie bei ├ťbermittlung von unrichtigen Angaben.

┬ž 4 Verrechnung, Verg├╝tung, Auslagen, Kostenerstattung

1. Zahlungen offener Forderungen werden, unabh├Ąngig davon bei wem sie eingegangen sind, folgenderma├čen verrechnet:┬á 1. Inkassogeb├╝hren und Verzugszinsen f├╝r AN, 2. Hauptforderung und Mahnkosten des AG f├╝r AG.

2. Verzugszinsen auf Hauptforderungen werden bei erfolgreicher Beitreibung als weitere Verg├╝tung von AN einbehalten, wobei jede Beitreibung von Fremdgeldern als Erfolg gewertet wird. Verrechnet wird┬ágem. ┬ž 4 Ziff. 1.

3. Bei dem Inkassoauftrag handelt es sich um einen entgeltlichen Gesch├Ąftsbesorgungsvertrag. Die Inkasso-, Mahn-, Kontof├╝hrungskosten und Auslagen sind bei Auftragserteilung f├Ąllig. Sie werden dem Schuldner nach M├Âglichkeit als Verzugsschaden des AG weiter belastet. Von einem Schuldner, der pflichtwidrig nicht zahlt, kann AG grunds├Ątzlich verlangen, dass er ihn von den bei AN anfallenden Geb├╝hren, die AN aus dem Inkassovertrag gegen den AG zustehen, freistellt. Diesen Freistellungsanspruch tritt AG mit Abschluss des Inkassovertrages an Erf├╝llung statt an AN ab. AN, die diese Abtretung annimmt, versucht, die Forderung zusammen mit den entstandenen Kosten beim Schuldner beizutreiben. Bei Nichtgelingen wird AN die Geb├╝hren nicht von AG verlangen. Bei dem gerichtlichen Mahnverfahren werden AG die Gerichts-, Inkasso- und Rechtsanwaltskosten auferlegt.

4. Bei erfolgreichem vorgerichtlichen Inkasso werden 100% der Hauptforderung an AG ausgezahlt. AN beh├Ąlt hier keine Erfolgsprovision ein. Bei Beitreibung von bereits titulierten Forderungen erh├Ąlt AN 25% Erfolgsprovision bezogen auf die titulierte Forderung zzgl. Mahnkosten und Zinsen.

5. Bei einem Vergleich oder einer Ratenzahlung wird gem. ┬ž 4 Ziff. 1 verrechnet.

6. Stellt sich im Rahmen der T├Ątigkeit heraus, dass die AN ├╝bergebene Forderung unberechtigt, bereits tituliert oder aufgrund eines Insolvenzverfahrens bereits nicht mehr geltend zu machen war, werden die Inkassogeb├╝hren AG auferlegt.

7. W├╝nscht AG den Abbruch der Beitreibung einer bereits ├╝bergebenen Forderung, werden die Inkassogeb├╝hren AG auferlegt.

8. Eingehende Zahlungen (Fremdgeldbetr├Ąge) werden ├╝ber ein Fremdgeldkonto abgewickelt, welches unverzinst ist. Dadurch hat AG keinen Zinsanspruch.

9. Mit Auftragserteilung an AN verzichtet AG auf Einrede der Verj├Ąhrung bez├╝glich kostenpflichtiger Dienstleistungen.

10. Ist AG eine juristische Person, verpflichtet sich die Gesch├Ąftsf├╝hrung der pers├Ânlichen Haftung bzgl. ausstehender Forderungen von AN an AG.

11. Die Auszahlung erfolgreich eingeforderter Forderungen an AG erfolgt einmal monatlich, soweit nichts Anderslautendes vereinbart wurde.

┬ž 5 Verj├Ąhrungskontrolle

1. AN ├╝berpr├╝ft nicht ob eine Forderung verj├Ąhrt ist. Eine Haftung von AN ist ausgeschlossen.

┬ž 6 Haftung

1. AN f├╝hrt alle Auftr├Ąge nach bestem Wissen und Gewissen durch und ist nicht f├╝r die Folgen irgendeiner Entscheidung haftbar, die aufgrund vom AG ├╝bermittelter falscher oder fehlerhafter Informationen getroffen wird. AN haftet insbesondere nicht f├╝r die Folgen der Verarbeitung fehlerhafter Daten. AN haftet nicht f├╝r einfache Fahrl├Ąssigkeit. Die Haftung von AN greift nur bei vors├Ątzlicher oder grob fahrl├Ąssiger Pflichtverletzung, durch ihn, seinen gesetzlichen Vertretern und oder Erf├╝llungsgehilfen. Dies gilt nicht bei Verletzung von Leben, K├Ârper und Gesundheit.

2. Soweit der Haftungsausschluss nach Absatz 1 nicht greift, so haftet AN jedoch nur f├╝r die vertragstypischen und vorhersehbaren Sch├Ąden.

┬ž 7 Datenschutz

1. AG ist einverstanden, dass AN im Rahmen der Zweckbestimmung des Auftrags auch personenbezogene Daten unter Beachtung des Bundesdatenschutzgesetzes / DS-GVO speichert, nutzt und übermittelt.

2. Bei erfolgreichem Abschluss eines Auftrags ist AN berechtigt, alle Unterlagen mit Ausnahme des Schuldtitels nach einem Monat ab dem Datum der Versendung der Schlussabrechnung an die zuletzt bekannte Anschrift des Kunden zu vernichten. Im Nichterfolgsfall betr├Ągt diese Frist drei Monate.

┬ž 8 Schlussbestimmungen

1. Besondere Vereinbarungen, ├änderungen oder Erg├Ąnzungen bed├╝rfen ausschlie├člich der Schriftform. Telefongespr├Ąche sind unverbindlich.

2. Neue AGB werden Vertragsinhalt, sofern sie AG per Email zugeschickt und innerhalb von zwei Wochen nicht widersprochen wurden.

3. Erf├╝llungsort und Gerichtsstand ist ausschlie├člich L├╝neburg, sofern es sich bei den Vertragspartnern um Kaufleute, juristische Personen des ├Âffentlichen Rechts oder ├Âffentlich-rechtliche Sonderverm├Âgen handelt, auch wenn der Kunde keinen Sitz im Inland hat.

4. Das gesamte Vertragsverh├Ąltnis unterliegt deutschem Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, unabh├Ąngig davon, ob AG einem anderen Recht unterliegt.

5. Sollte eine der Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der gesamten AGB im ├ťbrigen nicht ber├╝hrt. Die Vertragsparteien haben an die Stelle der unwirksamen Bestimmung eine rechtlich zul├Ąssige und wirksame Bestimmung zu setzen, welche geeignet ist, den mit der unwirksamen Bestimmung beabsichtigten Erfolg soweit wie m├Âglich zu erreichen.

Stand Oktober 2021